Tutorial – mehrere nanoCUL ohne eindeutige ID verwenden (CH340 Chip)

Es gibt diverse Gründe sich für einen nanoCUL mit FTDI zu entscheiden, aber ein Argument wird immer dagegen sprechen: Der Preis. Die Alternative ist günstiger, jedoch hört man immer wieder den Satz „Wenn du einmal mehrere CUL Sticks einsetzen willst, wird das nicht funktionieren“. Diese Annahme ist grundlegend falsch und ich werde euch in einfachen Schritten zeigen, wie auch der nanoCUL ohne eindeutige ID, mit CH340 Serial Chip, ohne Probleme klar identifiziert werden kann. Das Einbinden mehrerer Sticks dieser Art ist also durchaus möglich!

nanoCUL einbinden via USB-PATH

Es gibt eine ganz einfache und eigentlich logische Möglichkeit den Stick klar zu identifizieren. Anstelle der ID (welche beim CH340 immer gleich ist), sprechen wir direkt den USB Port an, in dem der Stick steckt. Die Konsequenzen dürften auch klar sein. Steckt der Stick beim immer im gleichen Slot, geht alles gut. Wird er aber einmal umgesteckt, landet also in einem anderen USB Port, dann funktioniert es nicht mehr.

Ich für meinen Teil habe zumindest bei meinen Smart Home Komponenten kein Bedürfnis ständig etwas umzustecken. Es ist also eine sehr zuverlässige Lösung.

  1. Wir entfernen alle USB Geräte aus dem Pi und Stecken nur den CUL Stick ein.
  2. im Terminal via SSH geben wir ein ls /dev/serial/by-path/
  3. wir bekommen eine Ausgabe, diese sieht z.B. so aus: platform-3f980000.usb-usb-0:1.3:1.0-port0

Das ist schon alles an Informationen. Im FHEM z.B. wird der Stick nun folgendermaßen definiert:

define myCUL CUL /dev/serial/by-path/platform-3f980000.usb-usb-0:1.3:1.0-port0@38400 0000

Wenn dann noch ein weiterer Stick eingebunden werden soll, werden einfach die Schritte 1-3 an einem anderen Port wiederholt. Das ist alles und nun können auf einfachste Weise auch die „billigeren“ CH340 Sticks ohne Einschränkungen verwendet werden.

Veröffentlicht am24. April 2017 in Tutorials

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Über den Autor

Daniel ist Gründer und Geschäftsführer der Smart Home Agentur. Er studierte Medieninformatik an der TU Dresden und sein Leben dreht sich rund um Technik, seit er denken kann. Sein Interesse gilt neuen Trends, welche den Alltag erleichtern. Dinge zu verstehen und sie noch besser zu machen ist sein Motto. Wenn er gerade nicht der Informatik Nerd ist, hört er Musik, fährt Fahrrad oder trifft sich mit Freunden.

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